Das Buch "Sein statt Haben" - Kapitel 3



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3. Privateigentum - privare

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In dem Buch "„Haben oder Sein"“ erklärt Erich Fromm sehr ausführlich die Deutungen und den Unterschied von Haben und Sein. Dabei wird Geld und der dazugehörigen Geldpolitik des „Habens“, ausführlich zur großen Bedeutung für die Existenz des „Habens“ ausgeführt.

Zur Erinnerung -  Das Exzerpt aus SEIN/HABEN formuliert ist:

  • SEIN = NUTZUNG
  • HABEN = BESITZ
    der/von Dinge/n, auch von Dingen der Natur.

Das wesentliche Element einer Gesellschaft des „Habens“ ist, nicht die Natur oder der Mensch, das Geld und seine "Geldpolitik". Geldpolitik, die Instrumente des Geldes. Wesentlichster Inhalt aller Geldinstrumente ist: Geld erwirtschaftet Geld. Natur und Menschen sind Werkzeuge, zusammengefasst „in "Die Wirtschaft"“. Der Maßstab der Bewertung der Wirtschaft wird mit Ökonomie bezeichnet. Was nicht ökonomisch ist, sprich keine Vermehrung des Geldes garantiert, wird vom "„Haben"“ negiert, unterdrückt, diskrimiert, findet nicht statt. Selbst so scheinbar „unökonomische“ Geldgeschenke an das Volk wie die „"Abfrackprämie"“ im Jahr 2009 in Deutschland, zur Stimulierung der Autoindustrie mittels Kauf eines neuen PKW, bei gleichzeitiger Verschrottung eines alten PKW (!), in Höhe von 2.500 EUR, war in Wirklichkeit ein genialer Schachzug des „Habens“ seinen Geldbesitz nicht zu gefährden, sondern vielmehr zu mehren. 2.5000 EUR dem Käufer geschenkt, 19% Mehrwertsteuer sofort wieder dem Käufer abgenommen. Mit der Verschrottung Geld gemehrt. Weitere Steuern kommen hinzu, wie Einkommensteuer der Fabrikarbeiter (gleichzeitig wieder PKW-Käufer) etc. Gleichzeitig sind notwendige Ausgaben, welche nach gültigen Gesetzen notwendig geworden wären, eingespart worden. Es ist müßig zu errechnen wieviel aus 2.500 EUR, zusätzliche Euro geworden sind. Und das ist alles verantwortlich wie buchhalterisch dem Finanzminister zuzuordnen, dem staatlichen Verwalter des Geldes im "„Haben", des Habens. Eine totale Verblendung des Deutschen Volkes ist: „Wir sind Exportweltmeister“. Was da an Geld in das Staatssäckel fließt und in den dunkelsten Kanälen versickert, wird anderen Nationen abgenommen. Die Entstehung von Spannungen, unter der Fahne „"Wir sind Exportweltmeister"“, zwischen den Nationen sind zwangsläufig. Die mögliche Wiedergeburt des "„Kalten Krieges"“ im Jahre 2014, mit Anlass "„Ukraine/Krim“" ist ein offen zu Tage treten dieser Spannungen.

Ökonomie, „mit "schneller, höher, weiter" gegliedert formuliert, wird als das MUSS einer funktionierenden Gesellschaftsform des Habens betrachtet. Es ist aber nur der Nominalwert des Habens, des Besitzes. Den eigentlichen privaten Verwalter des Geldes nennt man "Bank", Privatbank. "Staatliche" Banken, wie Sparkasse, Raiffeisen oder Volksbank sind die Beruhigungspille für das Volk, spielen aber die gleiche Rolle wie jede andere Privatbank. Da wird gezockt, für "Otto Normalverbraucher" und braven Steuerzahler - er hat auch gar keine andere Chance als brav zu sein - nicht vorstellbar. Viele unüberschaubare Methoden wurden von Banken entwickelt damit aus Geld mehr Geld wird, Geld lässt Geld entstehen. Diese Methoden nennt man sogar "Produkt - Bankprodukte". Natürlich mit keinem Stück ein reales Produkt, alles ein virtueller elektronischer Nominalwert. Die Hauptsache der Nominalwert von Geld, eine Zahl (0, ... 9 ...) wird immer größer. Diese sogenannten Produkte der Banken sind so undurchschaubar, dass die Banken selbst den Überblick verlieren. Kleine Banken gehen vielleicht Pleite, aber große Banken sind "systemrelevant". Systemrelevant, gleichbedeutend mit der Sicherstellung, dem Erhalt des Habens. Und dafür ist der Steuerzahler, staatlich organisiert und per Gesetze verpflichtet, wieder zuständig. Mit dem verzocken der Bank hat der brave Steuerzahler bereits alles auf der Bank gebunkerte verloren, nun wird er seiner letzten Groschen mit Steuern beraubt, der brave Steuerzahler. Alles Privateigentum des Habens. Was bedeutet eigentlich "verzocken" einer Bank? Der Nominalwert von Geld einer Bank (A) fließt zu Nominalwert von Geld einer anderen Bank (B). (B) - eine Bank natürlich außerhalb der staatlich-gesetzlichen Zuständigkeit, wie die Bank (A). Das nennt man „Globalität“. Die Bank (A) ist systemrelevant und muss am Leben gehalten werden, aus dem Haushalt der staatlich-gesetzlichen Zuständigkeit, dem Geld der Steuerzahler. Und so macht Geld mehr Geld, viel mehr Geld, unvorstellbare Nominalwerte.

Jeder Versuch Ökonomie nicht mehr als das wichtigste Element einer Gesellschaft zu betrachten wird vom "Haben", mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, bekämpft. Dafür werden vom "Haben", wenn notwendig, seine eigenen Regeln zur Ökonomie punktuell außer Kraft gesetzt. In diesem großen Schmelztiegel des Geldes, mit seinen Instrumenten, den Gesetzen der Gesellschaften, den globalen Möglichkeiten und Verwicklungen, wird es selbst für die Politiker - das Sprachrohr des Habens - immer schwieriger den Überblick für ihr eigenes Handeln zu behalten. Die Politik ist "Spielwiese" der Banken, des Habens. Selbst die von der Politik angeblich beherrschte, unabhängige Europäischen Zentralbank, mit Ihrer in den Jahren 2013/14 durchgeführten Niedrigzinspolitik "belustigt" die Privatbanken, bereichert das "Haben".

Das wird zwangsläufig an dem Entscheidungspunkt der Gesellschaften führen. Augen zu und durch, dann wird die Natur für das Ende der Spezies Mensch sorgen. Oder der Mensch besinnt sich, ist bereit seine Denkweisen und Strukturen zu ändern. Der Weg vom "Haben" zum "Sein". Einen dritten Weg wird es nicht geben. Das Experiment dazu hat bereits 1989/90 in Deutschland stattgefunden. Ergebnis: Das Volk erhebt sich gegen das "Haben", den Staatskapitalismus "DDR" mit Monopolist Politbüro der SED, wird danach aber wieder "Haben" – nur mit anderen "Farben" - , lässt sich blenden von den Überresten des "Haben" der DDR und geht über in eine andere Gesellschaft des Habens. Seitdem sich der Mensch mit seiner Gemeinschaft vom "Sein" zum "Haben" entwickelte erfolgte immer "Haben" auf "Haben". Damit praktisch keinerlei grundlegender Veränderung der Gemeinschaft des Menschen. Nur "Farbenspiele", durchmischen der Grundelemente des Habens, aber keinerlei Verbesserung für Natur mit Mensch. Auch mit dem heutigen Wissen der Menschheit, den unzähligen wissenschaftlichen Erkenntnissen und kulturellen Errungenschaften ist ein Leben der Menschen im "Sein" möglich. Ausführlich zusammengefasst im Kapitel 9.

Die Entwicklung, vom "Sein" zum "Haben", wurde besonders damit beschleunigt, dass Geld selbst Geld entstehen lässt. Die Voraussetzung für die Entstehung von "Privateigentum". Der Begriff "Privateigentum", die qualifizierte Dokumentation des "Haben", kommt aus dem lateinischen Wort "privatus". Es bedeutet übersetzt "abgesondert, beraubt, getrennt".

Um eine heutige Umkehrentwicklung vom "Haben" zum "Sein" möglich werden zu lassen ist keine Revolution der Gewalt notwendig. Gewalt ist eine Form des Habens und damit generell nicht zum "Sein" führend, die Evolution der Gesellschaft im Sinne von Natur mit Mensch zu gestalten. Derartige "Neugestaltungen" von Gesellschaften sind in der Evolution der Gesellschaften niemals erfolgreich gewesen, sind immer in das Vorangegangene zurück gefallen, im "Haben" erstickt, verharrt. Das wird auch künftigen derartigen Entwicklungen beschieden sein.

Für den Beginn eines Prozesses ohne Gewalt, einer Besinnung sind in der deutschen Gesellschaft des Habens, wesentliche Grundvoraussetzungen sowie Instrumente, voneinander losgelöst, bereits gegeben! Nur brach liegend, maximal und punktuell zum Nutzen des Habens verwendet. Diese Instrumente strukturell allgemeingültig angewandt, werden einen Vorgang der Veränderung unserer Gesellschaft, auch gerade unter globalen Gesichtspunkten, bewirken.

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3.1. Privateigentum an Grund und Boden

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Privateigentum an Grund und Boden, Grund und Boden im Besitz von Menschen. Die Erde im Besitz von Menschen? Das ist die Quelle für Krieg, Zerstörung von Natur und Menschen sowie von Menschen geschaffenen Errungenschaften und Kultur, durch Menschen. Zerstörung seines Selbst! Denn es ist immer und ausschließlich ein Mensch. Kommt da nicht der grundgebildete Mensch auf die Idee, dass es dafür noch etwas anderes geben muss (!), um Häuser zu bauen, Acker, Wald und Wasser zu bewirtschaften. Es gibt bereits im "Haben" etwas Anderes, als den Besitz an Grund und Boden.

Neben dem Privateigentum an Grund und Boden gibt es im "Haben" ein weiteres Recht, mit Nießbrauch bezeichnet. Nießbrauch ist das unveräußerliche und unvererbliche absolute Recht auf Nutzung einer Sache, welche in Privathand eines anderen ist und von diesem dem Nießbrauchrechte-Inhaber gewährt wird. Dieses Recht gibt es in den verschiedensten Formulierungen von Gesetzen der verschiedensten Länder (Schweiz: Nutznießung, Österreich: Fruchtgenussrecht) oder gehören einfach zu Ethik und Moral von Gemeinschaften, oft Naturgemeinschaften. Vor allem gilt dieses Recht für die Nutzung von Grund und Boden. Im schwedischen Recht gibt es keinen Besitz an Grund und Boden. Es gilt das Jedermanns Recht! Das beinhaltet das Grund und Boden niemals Privateigentum sein kann, da Grund und Boden zum "Besitz" der Erde, des Universum, der allgemeinen Natur, somit dem "Sein" gehört. Daraus ergibt sich das Jedermanns Recht was Grund und Boden in allgemeiner Form, naturerhaltend nutzen lässt. Der "Verwalter" zu "Grund und Boden" innerhalb des schwedischen Hoheitsgebietes war früher der schwedische König, heute der schwedische Staat, die Gemeinschaft. Der Verwalter erteilt einer Person/Personengruppe ein "Nießbrauchrecht" an einem definierten Stück "Grund und Boden". Diese Person/Personengruppe erhält das Recht in ihrem Sinne, Grund und Boden zu nutzen. Auch ein Objekt kann darauf errichtet werden, zum Wohnen, vermieten usw. Natürlich unter Beachtung von Baurecht etc. Dieses Nießbrauchrecht ist auch vererbbar, unter der Voraussetzung es wird vom Erben die bisherige Nutzung fortgeführt. Da Norwegen in der Geschichte einmal 300 Jahre von Schweden verwaltet wurde gilt dieses Recht auf Nießbrauch auch dort. Da Süd-Norwegen stark unter dem Einfluss von Kontinentaleuropa steht, gibt es unter bestimmten Bevölkerungsteilen Bestrebungen das Recht auf Nießbrauch durch das im Kontinentaleuropa übliche, dem Besitz an Grund und Boden, abzulösen.

Für das in Deutschland geltende Recht auf Nießbrauch, z.B. für das Nutzen eines Hauses, gibt es analog dem Besitz an Grund und Boden, dem Besitz des Hauses sowie weiteren Aspekten, ein Grundbuch. Darin sind alle Aspekte in Verbindung mit Grund und Boden dokumentiert, der Grundbucheintrag. Ein Recht auf Nießbrauch bedarf nicht zwingend einer Dokumentation im Grundbuch. Ein Eintrag bedeutet nur eine juristisch ordentliche Dokumentation. Alle Eintragungen im Grundbuch stehen in Verbindung mit Geld, dem "Haben" zuzuordnen.

Interessant ist der Besitz an einem Auto geregelt. Allgemein wird angenommen: Der Inhaber des Fahrzeugbriefes (Kfz-Brief) ist Besitzer. MITNICHTEN!  Es dokumentiert die allgemeine Zulassung eines Fahrzeuges im öffentlichen Straßenverkehr. Dieser Fahrzeugbrief ist heute europäisch geregelt und wird mit "Zulassungsbescheinigung" bezeichnet. Im Punkt C.4c ist ausdrücklich vermerkt: "Der Inhaber der Zulassungsbescheinigung wird nicht als Eigentümer des Fahrzeugs ausgewiesen". Eigentümer an einem Fahrzeug ist mit der Rechnung zum Erwerb des Fahrzeuges dokumentiert. Dieser kann einem Dritten alle Rechte, verbunden mit weiteren Vereinbarungen, das Nießbrauch an dem Fahrzeug einräumen. Analoges gilt für alle beweglichen Güter. Unerheblich ob dazu ein öffentliches Register mit seiner Gestaltungsart existiert.

Mit der Gestaltung der Regelungen zu "Grund und Boden", dem Gemeinwesen der  Gemeinschaft, der dazu zugewiesenen Nutzung für Personen/Personengruppen durch das Gemeinwesen, kann eine Umwandlung der ethisch und moralischen Denkweise, mit Verantwortung zur Natur, in der Gesellschaft ermöglicht werden. Am schwedischen Beispiel, mit seiner seit Jahrhunderten praktizierten Regelung zu "Grund und Boden", ist auch ein gepflegtes Miteinander der schwedischen Bevölkerung untereinander erkennbar.

Im "Sein": Umwandlung von Privateigentum an Grund und Boden zu Recht auf Nießbrauch von Grund und Boden

Die Abschaffung von Privateigentum, gleich Besitz an "Grund und Boden" durch Umwandlung zu "Nießbrauchrecht an Grund und Boden" hat für den heutigen Besitzer des Privateigentums keinerlei direkte Veränderungen, die mit seinem Leben, seinem "Besitz" in Verbindung stehen. Ausschließlich der Aspekt "Geld" wird sofort aus dem Zusammenhang mit "Grund und Boden" herausgelöst. Da im Nießbrauch auch die Vermietung (Hotel etc.) eine Nutzung darstellt, ist eine derartige Nutzung – ein Gewerbe vorausgesetzt – möglich. Lediglich die private Vermietung von "Grund und Boden", eine Weitervermietung des Nießbrauchrechtes, ein Element von Spekulationen und Vermehrung von Nominalwerten des Geldes, ist ausgeschlossen. Elemente des Erbrechtes können ebenfalls auf unspektakuläre Art und Weise ordentlich, transparent geregelt werden. Fortführung der bisherigen Nutzung gewährleistet der nächsten Generation das "Erbe" der vorangegangen Generation vollumgänglich weiterzuführen. Nur anderweitige Nutzung führt zum Verlust des Nießbrauchrechtes an Grund und Boden, rückführen von Grund und Boden an das Gemeinwesen der Gesellschaft.

Es wird dazu ein "Bodenregister" vom Gemeinwesen geführt. Das Bodenregister erfasst den ganzen Hoheitsterrum, untergliedert in "Bodenparzelle". In der einzelnen Bodenparzelle sind alle ober- und unterirdischen Ressourcen, deren Art zu Nutzung und personellen Bezug (Zivilperson, Zivilbund) erfasst. Die Daten des Grundbuches werden nach prüfen der sachgerechten Nutzung übernommen. Der Zivilperson, dem Zivilbund wird ein persönliches Dokument zur Bodenparzelle ausgehändigt. Dieses Dokument ist unveräußerliches Eigentum der Zivilperson, des Zivilbundes, solange der Inhalt des Dokumentes zur Bodenparzelle gegeben ist. Das Dokument kann im Fall des Ablebens einer Zivilperson einer anderen Zivilperson übertragen werden (bisher: Erbe), vorausgesetzt das Fortführen des Dokumenteninhaltes zur Bodenparzelle ist gegeben. Ein Zivilbund besteht allgemein aus mehreren Zivilpersonen, womit das Ableben einer Zivilperson keine Relevanz für das Fortführen des Dokumenteninhaltes der Bodenparzelle durch den Zivilbund hat. Ausnahme dazu kann nur sein das alle Zivilpersonen gleichzeitig ein Ableben ereilt. Dann ist ein rückführen der Bodenparzelle zum Gemeinwesen notwendig, es erlischt der Dokumenteninhalt zur Bodenparzelle. Eventuelle weiterführende Erfordernisse sind für das Gemeinwesen gegeben und im Gesetz "GA23" zu formulieren.

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3.2. Zinsen, Zinseszins

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3.3. Bank, Börse und deren Instrumente

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3.4. Steuern - Immawesen

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3.5.

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3.6.

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3.7.

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3.7.1.

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3.7.2.

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3.7.3.

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3.7.4.

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3.8.

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3.8.1.

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3.8.2.

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3.9.

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3.9.1.

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3.9.2.

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3.9.3.

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3.10.

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3.10.1.

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3.10.2.

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3.10.3.

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- Autor: Michael Oefler - Letzte Änderung: 09.10.2016